Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg umfasst, neben der Intensivstation und der sog. klinischen Anästhesie („Narkosen aller Art“), außerdem die Zentrale Notfallaufnahme, das Rettungszentrum mit dem Hubschrauberstandort Christoph 29, die Prämedikation- und Schmerzambulanz und das Simulations- und Ausbildungszentrum.

In den Teilbereichen „Anästhesie und Intensivmedizin“ kümmern wir uns umfassend um alle Patienten, die einer Narkose oder Schmerzausschaltung für einen operativen Eingriff bedürfen, sowie um Schwerstkranke auf der Intensivstation.

In der Zentralen Notfallaufnahme konzentriert sich alles auf die Patienten mit akuten Erkrankungen, die selbstständig unser Haus erreichen oder mit Rettungsmitteln zugeführt werden. Abgerundet wird der Versorgungsumfang im Krankenhaus durch eine spezielle Schmerzambulanz, welche u.a. auch chronische Schmerzpatienten behandelt.

Das Rettungszentrum mit seinen vier Rettungsmitteln deckt einen flächenmäßig großen Bezirk im Hamburger Nordosten ab und sichert als Partner der Stadt Hamburg die notärztliche Versorgung der Bürger unserer Stadt und im Umland. Im Simulations- und Ausbildungszentrum trainieren unsere Mitarbeiter in speziellen Szenarien und Kursen kritische Situationen an den Arbeitsplätzen und stellen Ausbildungsschritte nach, die in dieser Form nicht am Patienten geübt werden können.

Hierzu arbeiten unter dem Dach der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin rund 200 Mitarbeiter, davon sind allein 70 Ärztinnen und Ärzte. Unsere Ärzteschaft besteht ausnahmslos aus Soldatinnen und Soldaten, bei den medizinischen Assistenzberufen setzen wir auf eine zivil-militärische Mischbelegschaft.

Das Hauptarbeitsfeld derjenigen Mitarbeiter, die in der klinischen Anästhesie tätig sind (sich also schwerpunktmäßig mit Narkoseverfahren beschäftigen), sind die 7 Operationssäle, der Aufwachraum und die sog. Prämedikationsambulanz, in der die Gespräche und Untersuchungen zur Narkosevorbereitung stattfinden.

Dieser ist auch unsere Schmerzambulanz angegliedert, in der mit besonderen Verfahren Patienten mit komplexen Schmerzen geholfen werden kann. Die Schmerzambulanz ist eng verzahnt mit den Aktivitäten unseren Palliativmedizinern und Onkologen (Krebsspezialisten).

Unsere Intensivstation wird derzeit mit 12 Betten mit der Option der Erweiterung auf 22 Betten betrieben. Dort werden kritisch kranke Patienten medizinisch versorgt, die oft eine bestimmte apparative Unterstützung, z.B. eine Beatmung oder ein Nierenersatzverfahren, benötigen. In der Intensivstation geht zurzeit die sog. IMC-Einheit, eine Überwachungsstation mit einem - gegenüber der Intensivstation etwas abweichendem Leistungsspektrum - auf.

Das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg ist an die allgemeine Notfallversorgung der Stadt Hamburg angeschossen, so dass wir den Rettungsdienst in Hamburg mit einem Rettungshubschrauber und 3 weiteren, arztbesetzten Einsatzfahrzeugen unterstützen. Das Einsatzgebiet für den Rettungshubschrauber und das speziell ausgerüstete Intensivtransportfahrzeug reicht über den gesamten Norden Deutschlands.

In unserer Zentralen Notfallaufnahme behandeln wir Patienten aller Fachrichtungen und Altersgruppen, die durch den Rettungsdienst zugeführt werden oder uns auf anderem Weg erreichen. Durch die besondere Struktur des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg, welches - gemessen an seiner absoluten Größe - überdurchschnittlich viele Fachabteilungen beheimatet, wird die Zentrale Notfallaufnahme auch mit selteneren Notfallerkrankungen gezielt angefahren.

Um auf höchstem Niveau ausbilden zu können, „simulieren“ wir anspruchsvolle Problemstellungen aus unserem Alltag und trainieren sie als Team in unserem Ausbildungs- und Simulationszentrum. Ein Teil der Lehrgänge ist international standardisiert und entspricht den Anforderungen der Fachgesellschaft für Reanimation in Europa bzw. den USA (ERC, AHA), auch andere Ausbildungsvorhaben unterstreichen den Charakter eines Militärkrankenhauses. 

Mehr Informationen halten wir für Sie bereits, wenn Sie den Links in den angefügten Kästen auf dieser Internetseite folgen wollen. Sie können sich dann gezielt zu den oben kurz vorgestellten Teilbereichen der Anästhesieabteilung informieren (hier erfahren Sie etwas zu den Leistungszahlen, speziellen Verfahren oder technischen Daten unserer Teilbereiche und Rettungsmittel), oder sie folgen den Links, die wir den Bedürfnissen und Fragen einer Nutzergruppe zugeordnet haben. Hier erhalten Sie Hinweise für Patienten, Einweiser, Angehörige und Gäste.