Interdisziplinäre Intensivmedizin

Die Intensivstation am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg kann aktuell bis zu 12 Patienten behandeln.

Rund um die Uhr werden hier Patienten mit schweren Erkrankungen, die einer besonders aufwändigen Pflege bedürfen oder bei denen wesentliche Organfunktionen gestört oder zeitweise ausgefallen sind, versorgt.

Dabei ist es nicht entscheidend, ob die Ursache für Einschränkungen der sog. Vitalfunktionen (wichtige Organfunktionen, z.B. Atmung, Herzleistung) ein Unfall, eine schwere Erkrankung oder ein besonders schwieriger operativer Eingriff ist, denn unsere Intensivstation behandelt ihre Patienten interdisziplinär. Das bedeutet, dass unter dem Dach der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin ständig Ärzte aller Fachrichtungen des Krankenhauses für Probleme und Fragestellungen hinzugezogen werden können, die regelmäßig die Patienten auf der Intensivstation visitieren und mitbehandeln.

Grundsätzlich werden alle unsere Patienten, neben der ständigen Präsenz von Ärzten und Pflegern, auch apparativ überwacht, so dass wir kontinuierlich über die wesentlichen Messwerte für die Organfunktionen im Bilde sind. Nach der standardmäßigen Herz-Kreislauf-Überwachung verfügen wir über ausgefeilte Formen der Überwachung für die Atemtätigkeit oder der maschinellen Beatmung (sofern erforderlich), des Flüssigkeitshaushalts im Organismus, aber auch für alle wesentlichen Parameter von Laboruntersuchungen.

Hierfür stehen uns leistungsfähige Analysegeräte auf der Intensivstation selbst zur Verfügung, mit denen man in wenigen Minuten sehr präzise Aussagen über wichtige Laborwerte, die Beatmungsqualität, die Nierenfunktion und die Gerinnungsleistung tätigen kann.

Mit modernsten Geräten sind wir in der Lage, Störungen der Lungenfunktion („Nicht invasive Beatmung“, „Respirator-Therapie“, „ILA-Active“), der Herz-Kreislauf-Leistung und der Nierenfunktion („Dialyse und Hämofiltration“) zu überbrücken und zu behandeln.

Zu weiteren, routinemäßig angewendeten Verfahren gehören die Lungenspiegelung (Bronchoskopie) und die Untersuchung der Herzleistung mittels verschiedenen Ultraschallverfahren („Schluckechocardiographie“).

Unser Konzept für die intensivmedizinische Behandlung setzt aber nicht nur auf Technik und interdisziplinäre Behandlungsteams, sondern integriert auch die wichtigen Kontakte mit Angehörigen in den Tagesablauf.

Daher sind Besucher uns, von Ausnahmen abgesehen, zwischen 8 und 22 Uhr stets willkommen, um mit Ihrem positiven Einfluss unsere Maßnahmen wesentlich zu unterstützen.