Allergologie

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Diagnostik und Therapie von allergischen und pseudoallergischen Erkrankungen. Mit Ausnahme der ASS-Intoleranz-Testung und Desensibilisierung steht diese Leistung nur Soldaten zur Verfügung. Im Rahmen der Sprechstunde wird anhand der Beschwerden (Zeitraum, Ort, mögliche Kreuzallergien) das fragliche Allergen eingegrenzt, um dann mit Hilfe eines Prick-Tests und weitergehenden Blutuntersuchungen (CAP-Diagnostik) eine endgültige Diagnose zu stellen. Bei der anschließenden Befunderöffnung wird in Zusammenarbeit mit dem Patienten eine individuelle Therapieplanung vorgenommen, um auf die spezifischen Probleme von Soldaten Rücksicht zu nehmen (Lehrgänge, Borddienst, Auslandseinsätze

Bei rezidivierenden Polypen der Nasennebenhöhlen und dem gleichzeitigen Vorliegen einer asthmatischen Erkrankung besteht möglicherweise zusätzlich eine ASS-Intoleranz. Dieses Krankheitsbild wird im fachlichen Sprachgebrauch als Samter Trias beschrieben. Patienten mit dieser Erkrankung haben nach Operationen der Nasennebenhöhlen ein deutlich erhöhtes Rückfallrisiko. Nach Bestätigung einer ASS-Intoleranz kann durch eine Desensibilisierung die Rückfallquote vermindert werden. Die Diagnostik und Desensibilisierung einer ASS-Intoleranz findet im Bundeswehrkrankenhaus unter stationären Bedingungen statt. Dieser Service steht auch zivilen Patienten zur Verfügung. Hierbei wird die Testung und bei positivem Ergebnis eine anschließende Desaktivierung innerhalb einer Woche durchgeführt. Eine Terminvergabe erfolgt über die Ambulanz, bitte denken Sie bei Ihrem Besuch an die Überweisung vom HNO-Facharzt.

Aufgrund der oft fachübergreifenden Charakteristik von allergischen Erkrankungen erfolgt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der dermatologischen und internistischen Abteilung des BWK Hamburg, sowie mit dem Zinst Kiel (labormedizinische Außenstelle in Berlin).