Eingriffe an der Nase / Nasennebenhöhlen

Ein Großteil der ambulanten Patienten wird aufgrund chronischer Nasenatmungsbehinderungen oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen vorstellig. Hierzu werden im BWK Hamburg jährlich über 300 Eingriffe an der Nasenscheidewand und mehr als 250 Eingriffe an den Nasennebenhöhlen vorgenommen. Im Falle der Nasenatmungsbehinderung kommen je nach anatomischer Gegebenheit verschiedene Operationstechniken zur Anwendung.

Bei krankhafter Vergrößerung der Schleimhäute (Muschelhyperplasie) ist in vielen Fällen eine Verkleinerung mittels Laser ausreichend. Diese erfolgt unter lokaler Betäubung und wird von den Patienten gut toleriert. Sollte diese Technik kein zufrieden stellendes Ergebnis zeigen, ist eine Korrektur der Nasenscheidewand in Narkose erforderlich. Aufgrund unserer Operationstechnik kann in 90 Prozent der Eingriffe auf eine Tamponade verzichtet werden.

Bei einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen wird mit einer konservativen Therapie begonnen. Sollte diese nicht zum gewünschten Erfolg führen, lässt sich zur Reduktion der Beschwerden eine operative Therapie nicht vermeiden. Aufgrund der räumlichen Nähe der Nasennebenhöhlen zu wichtigen Strukturen wie Auge und Gehirn ist die Erstellung einer Computertomografie vor der Operation erforderlich. Dieses CT dient dem Operateur als Landkarte bei der endoskopisch durchgeführten, minimal-invasiven Operation. Insbesondere bei schwierigen Eingriffen finden intraoperativ auch moderne Navigationsverfahren Anwendung. Ziel der Operation ist es die Zugänge zu den Nasennebenhöhlen zu erweitern und krankhafte Schleimhaut (z.B. Polyen) zu entfernen. Um ein optimales, operatives Ergebnis zu erreichen, wird dieser Eingriff häufig mit einer Korrektur der Nasenscheidewand kombiniert.