Tumorchirurgie

Behandlungsverfahren

Die moderne onkologische Therapie ist zumeist multimodal, es werden mehrere Therapie-Verfahren aufeinander abgestimmt angewendet.

Bei kleineren Tumoren ist eine operative Entfernung oft ausreichend, im Falle von größeren Tumoren ist oft eine kombinierte chirurgische und strahlentherapeutische (ggf. in Kombination mit chemotherapeutischer) Behandlung erforderlich.

Das chirurgische Ziel ist die vollständige Entfernung des Tumors, soweit dies individuell möglich ist. Funktionen wie zum Beispiel Sprechen, Kauen und Schlucken sind bei dem Eingriff möglichst zu erhalten. Die Resektion sollte so radikal wie nötig und so zurückhaltend wie möglich durchgeführt werden.

Hierbei kann auf verschiedene, unterstützende Operationsverfahren zurückgegriffen werden:

  • Laserchirurgie (mikroskopische Resektion)
  • Navigation (CT gesteuerte Operation, insbesondere der Nasennebenhöhlen)
  • Neuromonitoring (Schonung der nervalen Strukturen durch intraoperative Überwachung)
  • Plastisch-Rekonstruktive Verfahren (gestieltes oder freies Transplantat, Epithesen)

Eine Tumorerkrankung führt oft zu weitreichenden Veränderungen im sozialen Umfeld und der Lebensführung der Patienten.
Im Verlauf des stationären Aufenthaltes werden daher Logopäden, Psychologen, Ernährungsberater und Sozialarbeiter in die Therapie mit eingebunden. Diese unterstützen die Patienten bei Problemen, die sich aus der Erkrankung und der Therapie ergeben. Zu nennen sind dabei Schlucken, Ernährung, Arbeitsfähigkeit, Rehabilitationsmaßnahmen und häusliche Versorgung.
Im Anschluss an die operative Therapie werden die Patienten im interdisziplinären Tumorboard des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg vorgestellt. Im Konsens mit den onkologischen und strahlentherapeutischen Kollegen werden Therapieempfehlungen erarbeitet.

Für eine leitliniengerechte Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren ist in vielen Fällen eine anschließende Strahlen- und/oder Chemotherapie erforderlich. Für diese Behandlungen stehen wir in enger Kooperation mit dem MVZ Barmbek und der Radiologischen Allianz Quartier 21.

Nachsorge / Anschlusstherapie

Nach der Erstbehandlung erfolgt die Betreuung der Tumorpatienten durch unsere Ambulanz und die niedergelassenen HNO-Ärzte. In regelmäßigen Abständen werden Kontrolluntersuchungen geplant und durchgeführt. Um zeitlich auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingehen zu können, finden diese Behandlungen in unserer Tumorsprechstunde statt. Verbesserung der Lebensqualität der Patienten im Anschluss an die Therapie und Früherkennung von Rezidiven sind die Hauptziele der Nachsorge.