Unsere Leistungen

Das ärztliche Team bilden 6 Fachärzte, 6 Assistenzärzte und 2 Zahnärzte.  

Der besondere Ausbildungsweg unserer Ärzte zur Erlangung der Facharztbezeichnung Mund‑, Kiefer- und Gesichtschirurgie setzt nicht nur ein abgeschlossenes Medizinstudium, sondern auch ein abgeschlossenes Zahnmedizinstudium voraus. Die anschließende Facharztausbildung umfasst fünf Weiterbildungsjahre. Nach der Facharztprüfung kann die Ausbildung für die Zusatzbezeichnung Plastische Operationen begonnen werden. Die Zusatzweiterbildung beinhaltet in Ergänzung zur Facharztkompetenz die Vermittlung von Fähigkeiten auf dem Gebiet der rekonstruktiven plastischen Chirurgie zur Verbesserung der Funktion und Ästhetik in der Kopf-Hals-Region.
Parallel dazu erlangen Zahnärzte in unserer Abteilung bei entsprechender Qualifikation nach drei Jahren Weiterbildung die Fachbezeichnung Oralchirurg.  

Die Krankenpflege auf dem mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Gebiet erfuhr in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel. Infolge der Erweiterung des operativen Spektrums und des Anstiegs der Operationszahlen bei kürzerer Aufenthaltsdauer im Krankenhaus haben sich die pflegerischen Anforderungen deutlich erhöht. Auch die ausführliche Pflegedokumentation als wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung trug dazu bei.

Patienten mit schweren Erkrankungen und frisch operierte Patienten mit relevanten Begleiterkrankungen werden nach einer Operation zunächst auf der Intensivstation betreut. Anschließend erfolgt die Übernahme auf die mund-, kiefer- und gesichtschirurgische Station. Das Modell der Zimmerzuständigkeit des Pflegepersonals hat zum Ziel, den Wechsel der den einzelnen Patienten betreuenden Pflegekräfte zu minimieren und dem Patienten eine pflegerische Bezugsperson bereitzustellen.

Regelmäßige Visiten des Stationsarztes, der Oberärzte und des Abteilungsleiters ergänzen dieses Prinzip.

Tumorchirurgie und Chemotherapie

Tumorchirurgie und Chemotherapie

Nach der Entfernung kleiner Tumoren kann der entstandene Gewebsdefekt in der Regel durch eine Mobilisierung der umgebenden Weichteile verschlossen werden. Nach der Entfernung eines großen Tumors verbleibt mitunter ein ausgedehnter Gewebsdefekt. Eine Möglichkeit der Rekonstruktion der entfernten Strukturen besteht in der Transplantation von Gewebe aus anderen Regionen des Körpers. Dieses Vorgehen erfordert regelmäßig Fähigkeiten auf dem Gebiet der Mikrochirurgie, da kleine Blutgefäße miteinander verbunden werden müssen. Bösartige Tumoren veranlassen in Abhängigkeit von der Lokalisation und vom Allgemeinzustand des Patienten zu einer Entfernung von Halslymphknoten. Die in unserer Abteilung tätigen Ärzte verfügen über die erforderlichen chirurgischen Fähigkeiten. Darüber hinaus ermöglicht die wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg mit der Anwesenheit von Ärzten der Onkologie, der Inneren Medizin, der Radiologie, der Strahlentherapie und aller chirurgischen Fächer kompetenzgetragene Entscheidungen hinsichtlich Nachbehandlungen (z.B. Chemotherapie, Bestrahlung, Antikörperbehandlung). Dabei werden sowohl aktuelle fachübergreifende wissenschaftliche Erkenntnisse sowie die individuelle Situation des Patienten einschließlich seiner Wünsche berücksichtigt.

Hamburger Krebsregister
Die Auswertungen des Hamburger Krebsregisters ergaben eine überdurchschnittliche Lebenserwartung für Patienten mit unterschiedlichen Tumorstadien, die in der Mund-, Kiefer- und Gesichtchirurgie des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg behandelt wurden. Als Grund dafür sehen wir neben der ausgezeichneten fachärztlichen Behandlung dieser Patienten die engmaschige Tumornachsorge durch einen Facharzt.

Traumatologie

Traumatologie

Die Traumatologie umfasst die konservative und operative Behandlung von unfallbedingten Verletzungen. Die Versorgung von Weichteilverletzungen im Gesicht erfordert die Berücksichtigung funktioneller und ästhetischer Aspekte. Brüche der Gesichtschädelknochen zwingen häufig zum operativen Vorgehen, insbesondere bei komplexen Verletzungsmustern. Vorrangige Ziele sind die Sicherung der Kaufunktion und die Rekonstruktion im Bereich der Augenhöhle.

Kieferorthopädische Operationen

Kieferorthopädische Operationen

Trotz konservativer Ausformung der Zahnbögen durch einen Kieferorthopäden bleibt mitunter ein chirurgischer Eingriff erforderlich, um einen günstigen Biss und eine ansprechende Ästhetik zu erreichen. In Abhängigkeit  von der klinischen Situation erfolgen Umstellungen einzelner Kiefersegmente bis hin zu komplexen Eingriffen mit vollständiger Umstellung des Ober- und Unterkiefers.

Kiefergelenschirurgie

Kiefergelenschirurgie

Chronischen Kiefergelenksbeschwerden sollten zunächst konservativ behandelt werden. Erst wenn die konservativ therapeutischen Bemühungen nicht zum gewünschten Ergebnis führen, ist ein operativer Eingriff in Erwägung zu ziehen. Frakturen im Bereich des Kiefergelenkes können eine sofortige Operation erfordern.

Septische Chirurgie

Septische Chirurgie

Infektiöse Erkrankungen erfordern ein individualisiertes Vorgehen in Abhängigkeit von der betroffenen Region unter Berücksichtigung der Vorgeschichte. Als Diagnosen sind Abszesse, Knocheninfektionen, zervikofaziale Actinomycosen, das Erysipel, Kieferhöhlenentzündungen und Speicheldrüseninfektionen aufzuführen. Zunehmend häufiger behandeln wir auch ein Krankheitsbild, dass als Folge einer knochenstärkenden Behandlung angesehen wird und als bisphosphonat‑induzierte Kiefernekrose bezeichnet wird.

Chirurgie der Speicheldrüsen

Chirurgie der Speicheldrüsen

Sowohl gutartige als auch bösartige Neubildungen innerhalb von Speicheldrüsen sollten entfernt werden. In einigen Fällen kann die Entfernung der gesamten Drüse notwendig erscheinen. Steine innerhalb eines Speicheldrüsenausführungsganges verursachen häufig aufsteigende Infektionen mit Komplikationen und veranlassen in der Regel ebenfalls zu einer Operation.

Chirurgie der Nasennebenhöhlen

Chirurgie der Nasennebenhöhlen

Die Nasennebenhöhlen zeigen Affektionen unterschiedlicher Genese. Ist eine chirurgische Intervention erforderlich, bestimmt die Lokalisation des Erkrankungsprozesses (z.B. Kieferhöhle oder Stirnhöhle) den chirurgischen Zugangsweg.

Dentoalveoläre Chirurgie und Implantologie

Dentoalveoläre Chirurgie und Implantologie

Dentoalveoläre Chirurgie beinhalt die Entfernung verlagerter bzw. überzähliger Zähne, Weisheitszahnentfernungen, Wurzelspitzenresektionen, Entfernungen von Zysten sowie parodontalchirurgische Maßnahmen. Weiterhin werden enossale Implantate inseriert.

Präprothetische Chirurgie

Präprothetische Chirurgie

Einem Zahnverlust folgt allmählich Knochenabbau, so dass mitunter nach jahrelanger Zahnlosigkeit eine konventionelle prothetische Versorgung durch einen Zahnarzt nicht mehr erfolgreich gelingt. Häufig kann das Prothesenlager allein durch Weichteilkorrekturen der Mundschleimhaut verbessert werden. Dennoch erfordert ein ausgedehnter Knochenabbau einen Aufbau durch Knochenersatzmaterial (z.B. Sinusbodenelevation) oder mittels Transplantation von körpereigenem Knochen. Die Fixierung einer Prothese ist am sichersten durch enossale Implantate zu erzielen.

Plastisch-rekonstruktive Eingriffe (incl. mikrochirurgischem Gewebstransfer)

Plastisch-rekonstruktive Eingriffe (incl. mikrochirurgischem Gewebstransfer)

Ziel ist die Wiederherstellung von Form, Funktion und Ästhetik. Der Ort und das Ausmaß der Schädigung bestimmen die Vorgehensweise. Bei komplexen Krankheitsbildern sind zunächst die Gesichtsschädelknochen zu rekonstruieren. Bei der im Intervall erfolgenden Wiederherstellung der Weichteile werden Nah- und Fernlappenplastiken durch mikrochirurgischen Gewebstransfer mit Nerven- und Gefäßanschluss ergänzt.   Die funktionellen und ästhetischen Verbesserungen helfen dem Patienten, vorangegangene Eingriffe sowohl physisch als auch psychisch besser zu bewältigen und tragen somit erheblich zur beruflichen und sozialen Rehabilitation bei.

Fehlbildungschirurgie

Fehlbildungschirurgie

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten erfordern bereits nach der Geburt die Einleitung einer frühkieferorthopädischen Behandlung (Trinkplatte). Es folgen chirurgische Maßnahmen in mehreren Schritten. Die Primärversorgung sollte im Kindesalter abgeschlossen werden. Dennoch wünschen Betroffene im weiteren Verlauf mitunter korrigierende Eingriffe zur Verbesserung der Sprache oder der Ästhetik.

in Fehlstellung verheilte Frakturen

in Fehlstellung verheilte Frakturen

Zurückliegende Gesichtsschädelverletzungen, die in Fehlstellung verheilten, führen mitunter zu Entstellungen. Auch Jahre nach einem Unfall können die Knochenbruchstücke operativ in die ursprüngliche Position versetzt und erneut stabilisiert werden.

Ästhetische Chirurgie

Ästhetische Chirurgie

Die Ästhetische Chirurgie umfasst Narbenkorrekturen, Lidkorrekturen, die Chirurgie des alternden Gesichts (Faltenkorrektur, Unterspritzung, Gesichtverjüngung), Konturverbesserungen und die Chirurgie der Gesichtsnerven (Wiederbelebung des gelähmten Gesichts).

Behandlung von craniomandibulären Dysfunktionen/Kiefergelenkoperationen

Behandlung von craniomandibulären Dysfunktionen/Kiefergelenkoperationen

Dieses komplexe Krankheitsbild äußert sich häufig in Form unklarer Kopfschmerzen. Zunächst erfolgen konservative Behandlungsversuche, die wir als Bundeswehrkrankenhaus leider für zivile Patienten aus abrechnungstechnischen Gründen nicht anbieten dürfen. In Fällen, in denen eine solche Behandlung nicht erfolgreich ist, kann eine Kiefergelenksarthroskopie oder eine offene Kiefergelenksoperation notwendig sein.

Behandlung akuter und chronischer Schmerzerkrankungen

Behandlung akuter und chronischer Schmerzerkrankungen

Bleiben konservative Behandlungsversuche erfolglos, ist die Indikation einer Nerv-Dekompression oder Verlagerung zu prüfen.