Hodentumor

Im Rahmen der urologischen Onkologie hat sich unsere Abteilung besonders auf die Behandlung von Hodentumoren spezialisiert – einer der Versorgungsschwerpunkte des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg. Das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg behandelt deutschlandweit die meisten Hodentumorpatienten und behandelt Patienten in allen Stadien der Erkrankung.

In Deutschland erkranken jährlich über viertausend Männer an Hodentumoren. Dabei ist der Hodentumor die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei jungen Männern. Eine Früherkennung beispielsweise durch regelmäßiges eigenes Abtasten der Hoden ist daher sehr wichtig. Bei rechtzeitiger Behandlung liegen die Heilungschancen mittlerweile bei 98 Prozent. Unsere Abteilung hat sich auf die Diagnose, Behandlung und Therapie von Hodentumoren in allen Stadien spezialisiert und forscht seit den 1970er Jahren im Interesse unserer Patienten auf diesem Gebiet. Denn so können wir Behandlungsergebnisse weiter optimieren und Nebenwirkungen minimieren. 

Aufgrund unserer überregional bekannten Expertise suchen uns nicht nur Patienten aus dem Einzugsbereich unseres Krankenhauses, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet auf.

Neben den Chemotherapien führen wir auch die notwendigen operativen Eingriffe inklusive großer Resttumorbergungen durch. Meistens können die Nerven und damit der normale Samenerguss erhalten werden. Bei großen Tumoren ist eine Zusammenarbeit zwischen den Urologen, den (Gefäß-) Chirurgen, den Narkoseärzten und Intensivmedizinern sowie den Radiologen und Pathologen notwendig. Durch die hohe Anzahl an behandelten Patienten hat sich die Behandlung in unserem Hause zur Routine entwickelt, wovon die Patienten regelmäßig profitieren und die Belastungen und Folgen der Operation oder Chemotherapie gering gehalten werden können. Auch kleinere Eingriffe, wie die Implantation von Hodenprothesen, werden in unserem Hause durchgeführt. Durch die aktive Teilnahme an Studien und regelmäßige Auswertung unserer Heilungsraten sichern wir unseren Patienten immer eine Therapie nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, ohne dass eine Teilnahme an Studien zwingend erforderlich ist. Die Patienten werden, wenn dies gewünscht wird, durch unsere erfahrene Psychoonkologin während des stationären Aufenthalts und darüber hinaus betreut.

Die urologische Abteilung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg ist Zweitmeinungszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft für die Hodentumorerkrankung. Hier bietet sich jedem Arzt die Möglichkeit, sich zur Therapie der Hodentumorpatienten eine zweite Meinung einzuholen. Ziel ist die Qualitätssicherung und -verbesserung der Therapie des Hodentumors in Deutschland. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.zm-hodentumor.de.