Zweitmeinungszentrum Hodentumor

Der Hodenkrebs ist mit etwa 4800 Neuerkrankungen in Deutschland im Jahr eine seltene Erkrankung. Die Erkrankung ist in der Regel gut heilbar. Wichtig ist es, die Therapie so zu gestalten, dass Sie optimal behandelt werden. Eine falsche Therapie kann im Einzelfall sehr nachteilig sein. In Deutschland wurde mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe ein flächendeckendes Zweitmeinungsnetzwerk eingerichtet, das es Ihrem behandelnden Arzt ermöglicht, kostenfrei über das Internet bei Hodentumorspezialisten rasch eine Zweitmeinung für Ihren Fall einzuholen. Alle Zweitmeinungzentren verfügen über eine überdurchschnittlich große Erfahrung in der Diagnostik und Therapie der Hodentumore und beteiligen aktiv an der Forschung zu diesem Krankheitsbild.

Die Abteilung für Urologie am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg ist akkreditiertes Zweitmeinungszentrum für Hodentumore.

Warum ist eine Zweitmeinung so wichtig?

Nach der Diagnose und Entfernung des Hodentumors muss das weitere Vorgehen festgelegt werden. Im Einzelnen wird festgelegt, ob vielleicht eine Tumornachsorge in Ihrem Fall ausreicht, ob und welche Chemotherapie Sie benötigen oder wann bei fortgeschrittenen Tumoren eine weitere Operation angezeigt ist.

In den ersten drei Jahren dieses von der Deutschen Krebshilfe geförderten Zweimeinungsprojektes wurde gezeigt, dass jede 6. Zweitmeinung zu einer wesentlichen Änderung des Therapieplans geführt hat und damit für die Patienten hilfreich war. In 40% konnte der Therapieumfang reduziert werden, in 26% musste die Therapie umfangreicher durchgeführt werden als geplant.

Wie erhalten Sie eine Zweitmeinung für Ihren persönlichen Fall?

Bitten Sie Ihren Arzt, dass er die geplante Therapie mit einem akkreditierten Zweitmeinungszentrum abstimmt

Zugang erhält Ihr Arzt auf der Seite http://doku.zm-hodentumor.de

Dort kann er unmittelbar kostenfrei und anonymisiert Ihre Krankheitsdaten eingeben und erhält innerhalb von 48 Stunden eine Rückmeldung für die bei Ihnen optimale Therapie.