Psychotraumatologie

Das veränderte Aufgabenspektrum der Bundeswehr verbunden mit der steigenden Anzahl der Auslandseinsätze haben auch im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie zu Neuerungen geführt.

So haben wir den Behandlungsschwerpunkt Psychotraumatologie etabliert – also die Therapie seelischer Wunden. Damit sind wir in der Lage, die psychischen Folgen akuter und chronischer Traumatisierungen innerhalb der Bundeswehr zentralisiert und koordiniert zu behandeln und zu begutachten.

Kompetentes Team

Unsere Therapeuten in einem speziell ausgebildeten Team können bei der Behandlung traumatisierter Patienten nicht nur auf ihre fundierten Erfahrungen im Bundeswehrkrankenhaus zurückgreifen, sondern vor allem auf die persönlichen Einsatzerfahrungen im Rahmen internationaler Missionen der Bundeswehr in Kriegs- und Krisengebieten.

Neben Maßnahmen der seelischen Stabilisierung setzen sie auch spezifische traumatherapeutische Techniken, wie beispielsweise die neuartige EMDR-Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing, nach Francine Shapiro) ein. In einem komplexen Prozess können Patienten dabei durch gezielte Augenbewegungen depressiven Gedanken verdrängen und deutlich von Ängsten entlastet werden.

Fruchtbare Kooperationen

Darüber hinaus erstreckt sich unser Behandlungsangebot für berufs- und einsatzbedingte Stressoren auch auf andere, potenziell stark belastete Berufszweige, wie z.B. Feuerwehr und Polizei. Mit diesen Institutionen hat sich in den vergangenen Jahren eine fruchtbare Kooperation in konzeptionellen Behandlungs-, Präventions- und Ausbildungsfragen entwickelt.