Critical Incident Reporting System (CIRS)

Das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg hat ein „Critical Incident Reporting System“ (CIRS) eingeführt, um potentielle Risiken und Fehler im Vorfeld eines Ereignisses zu erkennen und zu vermeiden.

Im Rahmen eines CIRS wird ein offener Umgang mit Fehlern und Risiken gelebt. Die Krankenhausführung unterstützt diese Unternehmenskultur durch "Sanktionsfreiheit", da Fehler als eine Chance zur Verbesserung angesehen werden und nur so die jeweiligen Ursachen hinter den einzelnen Fehlern erkannt werden können. Der Ursachenbehebung wird somit Vorrang vor Bestrafung gegeben.

Als Risiken gelten sowohl unerwünschte Ereignisse bzw. „Fehler“ als auch Beinahe-Zwischenfälle (Zitate: „Nichts passiert! oder ....es ist noch mal gut gegangen.“) oder drohende kritische Ereignisse.

Ein Beinahe-Zwischenfall ist ein ungewolltes Ereignis, das den Patienten gefährdet hat, hätte gefährden können oder ohne weitere Maßnahmen geschädigt hätte.

Dieses effektive System trägt mit den zahlreichen weiteren Instrumenten des Risiko- und Qualitätsmanagements unmittelbar zur Steigerung der Patientensicherheit bei.