„Ach sind die süß!“

Ein liebevolles Lächeln strahlte aus dem Gesicht der Soldatin, als sie die Kinder der Klasse 1b der katholischen Grundschule St. Joseph sah. Gerade waren sie dabei, ordentlich in Zweierreihen das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg zu erkunden.

Erste Station war der Raum der Stille im neuen Bettenhaus, wo Militärdekan ThDr. Michael Rohde die Kinder empfing, unter ihnen auch sein kleiner Sohn Constantin. Rohde sang mit den Kindern und erzählte ihnen die Geschichte vom leeren Ü-Ei, ein Symbol für das leere Grab nach der Auferstehung Jesu.

Anschließend zeigte der Militärdekan, der für die Universität der Bundeswehr und das Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg zuständig ist, Bilder und Ausrüstungsgegenstände aus seinem Afghanistan-Einsatz, von wo er Ende März zurückgekehrt war. Die Kinder hörten interessiert zu und stellten spannende Fragen: „Gehen die Kinder in Afghanistan auch zur Schule?“ „Ist es da sehr warm?“ Aber auch: „Ist da jemand gestorben?“ Viele wichtige Fragen.

Im Anschluss durften die Schülerinnen und Schüler den Rettungshubschrauber des Bundeswehrkrankenhauses anschauen: „Christoph 29“ einmal selbst anfassen und die Technik bewundern. Als kleine Stärkung zwischendurch hatten Pfarrhelferin Heike Haße und die Soldatinnen und Soldaten der Rettungsschule der Bundeswehr für die Kinder kleine Würstchen zubereitet, die schnell verputzt wurden. Die Klassenlehrerinnen Frau Sarah Werth und Frau Anna Junge freuten sich über so viel Engagement und das Interesse „Ihrer“ Kinder. Zum Abschluss konnten die Kinder dann noch einen RTW (Rettungstransportwagen) sogar von innen bewundern und dem Rettungssanitäter Löcher in den Bauch fragen. Viele erzählten dabei auch von ihren Begegnungen mit Krankenhäusern und von ihren Verletzungen.

Militärdekan Rohde freute sich über den gelungenen Tag: „Es ist so schön zu sehen, wie unbekümmert die Schülerinnen und Schüler mit der Thematik Krankenhaus umgehen, die bei so vielen Erwachsenen so angstbesetzt ist. Manchmal würde ich mir bei uns auch mehr von dieser kindlichen Unbefangenheit wünschen. Die Kinder sind immer wieder herzlich willkommen.“

Die Kinder bedankten sich mit einem Krankenhausbuch, in dem sie ihre Ideen und Assoziationen zum Thema liebevoll gezeichnet hatten.

Autorin: Heike Haße