Bundeswehrkrankenhaus als Regionales Traumazentrum rezertifiziert

Das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg wurde erneut als eines der ersten Hamburger Traumzentren des „Traumanetzwerkes Hamburg“ gemäß der Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten nach den Kriterien des Weißbuches der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert.

Die Auditleiterin Frau Anette Pries, Geschäftsführerin der DIOcert Mainz, zog ein positives Fazit. So verfüge das in der zweiten Jahreshälfte 2013 neu bezogene Bettenhaus über mordernste Infrastruktur und modernste Medizintechnik, die in Deutschland vergleichbares suche. Die zentrale Notaufnahme, die Intensivstation und die Normalstationen bieten nahezu ideale Voraussetzungen für eine bestmögliche Patientenversorgung. Besonders beeindruckend sei der hohe Ausbildungsstand des Personals, das zudem im besonderen Maße interprofessionell und berufsgruppenübergreifend zusammenarbeite.

Neben diesen anerkennenden Ausführungen gab Frau Pries, eine ausgewiesene Expertin für Zertifizierungen, auch wertvolle Hinweise und hilfsreiche Empfehlungen zur weiteren Qualitätssteigerung. „Der Weg der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung im Sinne der bestmöglichen Versorgung von Patienten sollte das ständige Ziel aller Aktivitäten sein“, so Pries.

Mit dem geplanten Bau eines Multifunktionsgebäudes, in dem sich neben neuen Operationssälen, fachärztlichen Untersuchungsstellen und die diagnostischen und therapeutischen Einheiten befinden sollen, steht das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg vor einem zukunftsweisenden Gesamtprojekt.

DGU Zertifizierungsverfahren für Traumazentren in Deutschland

Die auditierten Krankenhäuser eines Traumanetzwerkes müssen eine landesweite optimale Behandlung von Schwerverletzten nach standardisierten Qualitätsmaßstäben, die in einem Weißbuch der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.dgu-traumanetzwerk.de) festgelegt sind, rund um die Uhr sicherstellen können.

Für die betroffenen schwerstverletzten Patienten bedeutet dies nach einer erfolgten Erstversorgung am Unfallort eine schnelle Rettung mit einen geeigneten Transportmittel (Hubschrauber oder Krankenwagen) in ein optimal vorbereitetes Krankenhaus mit der erforderlichen personellen und materiellen Ausstattung.

Das regionale Traumazentrum des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg

Zur Versorgung von schwerstverletzten Patienten steht am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg ein spezielles Kernteam aus Ärzten der Fachabteilungen Orthopädie- und Unfallchirurgie, Zentrale Notaufnahme, Anästhesie- und Intensivmedizin sowie Radiologie bereit. Das OP-Management und die Labormedizin stehen als unterstützende Abteilungen jederzeit zur Verfügung. Eine zentrale Stärke des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg liegt dabei in der schnellen Verfügbarkeit über die für die Mitbehandlung erforderlichen Fachabteilungen (Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Neurologie, Dermatologie und Venerologie, Psychiatrie, Augenheilkunde und Urologie), welche die Erstversorgung und Ersttherapie des verletzten Patienten unterstützen können.

Autor: Karl-Heinz Busche

Stand: November 2013