Konvent der Militärseelsorger des Nordens tagte in Hamburg

Es sind zwei etwas andere Einrichtungen der Bundeswehr, die der Leitende Militärdekan Armin Wenzel für den Sommerkonvent der Militärseelsorgerinnen und Militärseelsorger des Nordens ausgesucht hatte: zum einen die Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr, zum anderen das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg.

Der Vizepräsident der Universität, Professor Detlef Schulz und der Leiter des Studentenbereichs, Oberst Lothar Dobschall hießen die aus dem ganzen Norden angereisten Militärpfarrerinnen und Militärpfarrer herzlich in der Universität willkommen und erläuterten den besonderen Auftrag dieser Bildungseinrichtung: „Wir qualifizieren hier die Hälfte des Führungsnachwuchses der Bundeswehr mit einem akademischen Studium, das dem an einer staatlichen oder privaten Universität gleichwertig ist.“

Während des Konvents berieten die Pfarrerinnen und Pfarrer über viele aktuelle Entwicklungen in der Militärseelsorgen, u.a. über zukünftige und aktuelle Vakanzen, den Tag der Militärseelsorger und verschiedene Berichte aus den Auslandseinsätzen der Bundeswehr, die von Kolleginnen und Kollegen seelsorgerlich begleitet wurden. Am späten Nachmittag erkundete die Gruppe das „Arbeitsfeld Hamburg“ mit einem Ausflug zum Strand nach Övelgönne.

Zum Abschluss des Tages lud Militärdekan ThDr. Michael Rohde in das Bischof-Hermann-Kunst-Haus der Militärseelsorge zu Currywurst mit Pommes ein. Im Rahmen dieses heiteren Abends beschrieb Oberst Dobschall nach einer kurzen Andacht die Herausforderungen der Soldatinnen und Soldaten, die für vier Jahre zu Studierenden werden. Armin Wenzel verabschiedete Michael Groothues aus den Reihen der Militärpfarrerinnen und Militärpfarrer, der ab Mitte Juli aus der Militärseelsorge ausscheiden und eine Stelle in einer zivilen Kirchengemeinde übernehmen wird. Wenzel bedankte sich für Groothues Engagement besonders auch im Seelsorgeprojekt und in der Pressearbeit der Militärseelsorge.

Der nächste Tag stand im Zeichen des Bundeswehrkrankenhauses. Militärdekan Rohde stellte im Rahmen einer Andacht den vor knapp einem Jahr eingerichteten Raum der Stille im neuen Bettenhaus vor und erläuterte die aktuelle und zukünftige Arbeit der Seelsorge im Krankenhaus. Oberstleutnant Karl-Heinz Busche, der im Namen des dienstlich verhinderten Generalarztes Dr. Joachim Hoitz die Pfarrerinnen und Pfarrer begrüßte, zeigte während einer Führung durch das Haus auf, wie gut und zukunftsfähig das Bundeswehrkrankenhaus aufgestellt ist.

Oberfeldarzt Dr. Nicole Müller beschrieb die Notwendigkeit der seelsorgerlichen Begleitung in verschiedenen Arbeitsbereichen des Krankenhauses, so zum Beispiel im Bereich des Palliativteams, des Ethik Komitees und der Supervision für die Mitarbeitenden. Die besonderen Herausforderungen der psychiatrischen Arbeit stellte Oberfeldarzt Dr. Volker Eisenlohr heraus, zumal seine Abteilung VIb ein Behandlungsschwerpunkt für Soldatinnen und Soldaten ist, die unter Traumafolgestörungen (u.a. die Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS) leiden.

Der leitende Militärdekan Armin Wenzel bedankte sich beim Team des Ev. Militärpfarramtes Hamburg I, besonders bei Pfarrhelferin Heike Haße, für die hervorragende Organisation des Konvents und verabschiedete die Kolleginnen und Kollegen mit Gottes Segen.  

Autor: Michael Rohde