Learning from Ebola 2015

Unter dem Motto „Learning from Ebola 2015“ folgten am 3. Juli knapp 100 Interessierte der Einladung des Fachbereiches Tropenmedizin des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg, um sich am Bernhard-Nocht-Institut im Rahmen eines eintägigen Symposiums über die unterschiedlichen Erfahrungen im Kampf gegen Ebola auszutauschen.

„Mit Unterstützung unserer Kooperationspartner ist es uns gelungen, ein vielfältiges Programm zusammenzustellen, das die unterschiedlichen Erfahrungen im Wandel der vergangenen Monate widerspiegelt und dem sich verändernden Charakter der Epidemie Rechnung trägt, so die Leiterin des Fachbereiches Tropenmedizin Oberfeldarzt Dr. Dorothea Wiemer.

Im ersten Teil wurde durch die Vortragenden der Bogen vom Beginn der Epidemie im Dezember 2013 über die unermüdlichen Anstrengungen von Ärzte ohne Grenzen bis hin zur Mission "Humanitäre Hilfe Westafrika" gespannt, der gemeinsamen Aktion von Deutschem Roten Kreuz und Bundeswehr. Im zweiten Teil haben die Experten über wissenschaftliche Erkenntnisse zu Verlauf und Behandlung der Ebola-Infektion berichtet, den aktuellen Stand der Impfstudien vorgetragen und mit dem EMLab (mobiles Labor) und dem Transportflugzeug "Robert Koch" zwei technische Neuerungen vorgestellt.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde folgendes Fazit gezogen:

Um zukünftig besser auf Epidemien und damit einhergehende humanitäre Katastrophen reagieren zu können, müssen die bestehenden Netzwerke und Verbindungen erhalten und vertieft werden. Grundlagen und Eckpunkte für Kooperationen der Organisationen mit den unterschiedlichen Zielsetzungen können heute schon identifiziert und festgelegt werden, um im Ernstfall zügig handeln zu können. Erfahrungen und Wissen müssen erhalten werden. Als möglicher Weg dazu wurde, neben einer Erfassung aller an HumHiWa Beteiligten und somit mit einer gewissen Expertise Ausgestatteten, das gemeinsame Training und die Ausbildung gesehen. Last but not least muss eine politische Entscheidung getroffen werden, ob und wie die technischen Erneuerungen, die die Ebola-Epidemie gebracht hat, erhalten werden. Von Seiten der Experten und direkt Betroffenen ist dies in höchstem Maße wünschenswert. "Wir müssen weiter vorbereitet sein und bleiben, die Epidemie ist nicht zu Ende", so abschließend und zusammenfassend Dr. Wiemer.