Pferdeunterstütztes Lernen mit Mitarbeitenden der Psychiatrie

Es war ein interessantes Bild. Ärztinnen und Ärzte, eine Psychologin und zwei Fachpfleger für Psychiatrie des „Zentrums für seelische Gesundheit“ des Bundeswehrkrankenhauses in Hamburg versuchen, Pferde auf einer Weide in der Nähe von Celle dazu zu bewegen, in eine bestimmte Richtung zu gehen. Ohne Gewalt. Aber doch mit einem Ziel. Eine von vielen Übungen, die die Psychologin Ilka Parent im Rahmen eines Workshops mit den fachkundigen Teilnehmenden durchführte, um ihnen ihre Arbeitsweise zu demonstrieren.

Im Rahmen des „Projekts Seelsorge“ arbeitet die Evangelische Militärseelsorge mit Soldatinnen und Soldaten, die unter Folgen von Auslandseinsätzen leiden, im Rahmen von Rüstzeiten auch mit dem Prinzip des pferdeunterstützen Lernen, das den Teilnehmenden ermöglichen soll, wieder einen besseren Kontakt zu sich und seiner Umwelt herzustellen. Die Teilnehmenden dieser Informationsveranstaltung zeigten sich sehr interessiert und diskutierten engagiert Chancen und Schwierigkeiten dieses Angebots, u.a. die Frage, für welche Zielgruppe eine solche Methode geeignet sein könnte.

Militärdekan ThDr. Michael Rohde vom Evangelischen Militärpfarramt Hamburg I, der diesen Workshop leitete, war begeistert vom Interesse und der Offenheit der Mitarbeitenden der Psychiatrie: „Es ist alles andere als selbstverständlich, dass es den Teilnehmenden von Seiten des Dienstherren ermöglicht wird, an solchen Workshops teilzunehmen. Dafür und für die engagierte Mitarbeit bin ich sehr dankbar.“