Pilotprojekt "Standortvisite"

Das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg hat in den vergangenen Jahren einen Strukturwandel vollzogen und konnte sich mit seinen verschiedenen medizinischen Fachabteilungen erfolgreich in die Versorgung der Zivilbevölkerung im Großraum Hamburg integrieren.

Unabhängig davon stellt aber nach wie vor die medizinische Versorgung der Soldaten und Soldatinnen den vorrangigen Auftrag dar. Aus diesem Grund ist es für das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg ein besonderes Anliegen, Soldaten der Bundeswehr und ihre Familienangehörige, die im Einzugsbereich des Hauses leben oder stationiert sind, gezielt mit dem Bundeswehrkrankenhaus und seinem Leistungsprofil vertraut zu machen.

In den vergangenen Jahren konnte der Bekanntheitsgrad des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg in der Region bei Ärzten wie auch bei den zivilen Patienten mit der Durchführung von öffentlichen Informationsveranstaltungen deutlich gesteigert werden. So stellen die leitenden Ärzte der Fachabteilungen und ihre Mitarbeiter regelmäßig nicht nur Krankheitsbilder aus ihren Fachgebieten vor, sondern erläutern auch für den Laien verständlich gängige diagnostische Verfahren und moderne Therapiestrategien. Diese Veranstaltungsreihe wurde von der Hamburger Bevölkerung in jeder Hinsicht gut angenommen, sodass auch in Zukunft weiter an diesem Erfolg angeknüpft werden soll.

Ein elementares Ziel des Hauses besteht darin, dass die Soldaten und Soldatinnen sowie deren Familienangehörige das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg einschließlich der dort etablierten Fachabteilungen mit ihren Leistungsspektren näher kennenlernen. Um dies zu ermöglichen, beabsichtigt die Leitung des Bundeswehrkrankenhauses, dass die leitenden Ärzte der klinischen Abteilungen in den kommenden Monaten zu ausgewählten medizinischen Fragestellungen bei der Truppe vor Ort am Standort vortragen. Sie stehen darüber hinaus im Anschluss an ihre Vorträge dem Auditorium für Fragen zur Verfügung.

Zur Eröffnung dieser Veranstaltungsreihe bei der Truppe wurde aufgrund der hohen klinischen Relevanz bewusst das Thema „Rückenschmerz“ ausgewählt. Die Ursachen dieses komplexen Krankheitsbildes, Strategien zur Vermeidung und erfolgversprechende Maßnahmen zur Bekämpfung werden aus Sicht der unterschiedlichen Fachdisziplinen interdisziplinär erläutert. Zu dieser Thematik werden ein Orthopäde und Unfallchirurg, ein Neurochirurg, ein Schmerztherapeut sowie ein Physiotherapeut referieren.

Die Durchführung der Veranstaltung an den Standorten wird in enger Absprache mit dem Sanitätskommando I durch die jeweiligen Leiter der regionalen Sanitätseinrichtungen sichergestellt. Eine Evaluierung der Veranstaltung ist beabsichtigt.

Autor: Karl-Heinz Busche

Stand: Januar 2014