Stippvisite zweier Bundestagsabgeordneter

im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Der Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg,
Herr Generalarzt Dr. med. Hoitz, zeigte sich sichtlich erfreut über den Besuch aus der Hauptstadt Berlin. Er begrüßte die beiden Hamburger Bundestagstagsabgeordneten Herrn Jürgen Klimke und Herrn Markus Weinberg in seinem Dienstzimmer und ging ohne die obligatorischen Vorträge zur Struktur der Bundeswehrkrankenhäuser auf ausgewählte innovative Projekte ein und unterstrich damit das Prädikat des Hauses als Krankenhaus der Innovationen.

Das neue Bettenhaus mit der modernsten Medizintechnik und die Zentrale Notaufnahme wurden vor Ort ebenso besichtigt wie die neuen Patientenzimmer. Die Multifunktionsgeräte am Patientenbett verfügen neben der Schwesternrufanlage und der Lichtsteuerung auch über Telefon, Radio, Fernsehen sowie EDV-Spiele, sodass der Patient individuell aus den verschiednen Funktionen wählen kann.

Neue innovative Projekte

stellte GA Dr. Hoitz den Bundestagsabgeordneten vor und überraschte immer wieder mit der Aussage „... dies sind Hamburger Eigenentwicklungen“.

Simulationszentrum

Das mit eigenen Mitteln und mit Unterstützung von anderen Dienststellen des Sanitätsdienstes etablierte erste klinische Simulationszentrum wird zur Fort- und Weiterbildung des klinischen Personals im klinischen Notfallmanagement genutzt. Es werden aber auch komplexe medizinische Notfallszenarien für Rettungsteams geschult, an denen auch ärztliches Personal aus den umliegenden Standorten teilnimmt. Sogar NATO Kurse werden seit geraumer Zeit in Kooperation mit dem NATO Centre of Excellence for Military Medicine in Budapest in dem nach der DIN EN ISO 2001/2008 Norm zertifizierten Simulationszentrum durchgeführt. 

Vernetzung mit der Truppe und den Truppenärzten

GA Dr. Hoitz stellte die unter seiner Leitung verstärkte fachliche Zusammenarbeit mit den Truppenärzten vor. So wurde im Jahr 2014 begonnen Truppenärzte für jeweils eine Woche an das Bundeswehrkrankenhaus einzuladen, um sie fachlich weiterzubilden und die Kontakte weiter zu vertiefen. Zu diesen Projekten gehören auch die sog. „Standortvisiten“ bei denen seit 2013 Fachärzte aus dem Bundeswehrkrankenhaus an die Standorte reisen und vor Ort zu Gesundheitsthemen vorzutragen. „Wir wollen für die Truppe, die Kommandeure und Kompaniechefs und natürlich für unsere ärztlichen Kollegen da sein„, so Generalarzt Dr. Hoitz.

Kleine High Lights

wie der „Raum der Stille“, ein durch die evangelische und katholische Militärseelsorge eingerichtete Raum im neuen Bettenhaus, wurden ebenfalls besichtigt. Dieser Raum wurde bewusst im Zentrum des neuen Bettenhauses eingerichtet und ist für Patienten, Besucher aber auch für Hausangehörige als ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit gedacht. Gerade die Tatsache dass dieser Raum religionsübergreifend genutzt werden kann, stellt eine nicht alltägliche Besonderheit dar.

Mit dem neu etablierten „Zentralen Aufnahmeelement“ werden die Wege für Patienten verkürzt und wird die berufsgruppen- und fachbezogene Zusammenarbeit in der Klinik verbessert.  „Dass die Aufnahmeuntersuchungen der behandelnden Fachabteilungen, die pflegerische Aufnahme und die Narkoseaufklärungen an einem Ort, sozusagen Hand in Hand geschehen  ist absolut patientenfreundlich“, so GA Dr. Hoitz.

Autor: Busche
Foto: Schirrmeister

Stand: April 2014