Heiliger Abend im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg

Weihnachten im Krankenhaus zu verbringen ist schon schlimm genug. Wenn dann aber noch die notwendigen Isolationsmaßnahmen zum Schutz vor Covid-19 dazukommen, werden die Stunden und Tage rund um den Heiligen Abend für viele Patient*innen lang und einsam. Die Krankenhausseelsorger im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Ludger Nikorowitsch, Johann Karnatz und Michael Rohde, reagierten mit verschieden Angeboten auf diese Herausforderung: Besuche der Patient*innen und Mitarbeiter*innen auf den Stationen, Gesprächsmöglichkeiten im Raum der Stille, Video-Andachten, eine Telefon-Hotline und kleine Geschenke für die Mitarbeiter*innen, die am Heiligen Abend und an Sylvester ihren Dienst in den unterschiedlichsten Funktionen selbstverständlich tun: von der Pflege über die Ärzt*innen, das Labor, die Apotheke, die Notaufnahme, die Rettungswache, das Sicherheitspersonal, die Verwaltung und noch viele andere Berufsgruppen, die oft gar nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen.

Besonders genossen haben die Patiet*innen und Mitarbeiter*innen ein kurzes Mini-Konzert, das die Schüler Justus und Constantin Rohde abends am Heiligen Abend vor den Türen des Krankenhauses gaben: draußen, um mögliche Infektionen auszuschließen. Sie spielten auf Trompete und Saxophon O Du Fröhliche, Stille Nacht, Fröhliche Weihnacht und viele andere bekannte Lieder an fünf unterschiedlichen Orten auf dem Gelände des Bundeswehrkrankenhauses. Mitarbeiter*innen schauten aus Fenstern, die weihnachtliche Botschaft erklang bis zu den Patient*innen, für die das Pflegepersonal auf ihren Wunsch die Fenster geöffnet hatten. „Eine wunderbare Überraschung für uns hier in der Notaufnahme“, sagte eine Pflegekraft. „Mitten in unseren Dienst kam so ein bisschen Weihnachten ins Haus!“

Text: Michael Rohde

Foto: Michael Rohde