Medizinische Drohne als Transportmittel getestet

Am 05. Februar 2020 startete eine Drohne zum ersten praktischen Test mit einer (fiktiven) Gewebeprobe vom Bundeswehrkrankenhaus Hamburg auf einer vorprogrammierten Route zur Pathologie vom Marienkrankenhaus Hamburg.

Ziel des Projektes ist es, die Narkosezeit bei einer Operation zu verkürzen, indem die Transportzeit einer Gewebeprobe verringert wird, die in einem anderen Krankenhaus untersucht werden soll. Die beteiligten Partnerunternehmen, das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung, die Gesellschaft für Luftverkehrsinformatik, Lufthansa Technik sowie die Hamburger Wirtschaftsbehörde beurteilten den Testflug des Forschungsprojektes MediFly durchweg positiv.

Oberfeldarzt Dr. Tariq Nazar begleitet das Projekt am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg aus medizinischer Sicht: „Für uns ist es klasse, wenn wir die Narkosezeiten für Patienten drastisch verkürzen können, weil wir schneller die Ergebnisse der pathologischen Untersuchungen bekommen können".

In einer Flughöhe von ca. 75 Metern legte die Drohne sechs Flüge über die rund fünf Kilometer lange Strecke zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus und dem Marienkrankenhaus im Hamburger Luftraum zurück. Eilige Gewebeproben wurden bisher mit einem Krankwagen transportiert. Weitere Tests sollen folgen.

Text: Andreas Rasche
(Foto: Bundeswehr/ Herholt) Oberfeldarzt Dr. Tariq Nazar aus dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg beim Jungfernflug des Drohnen-Forschungsprojektes MediFly